Notrad oder Reifenreparaturset

  • Nur noch mindestens Notrad!

    Der ADAC und das Reifenkit bringt einem Ostersamstag nachmittags, mit zerfleddertem Reifen auf der A2, auch keinen Mehrwert. Abgeschleppt wird bis zur nächstgelegenen Werkstatt oder man zahlt drauf um mit dem Fahrzeug bis nach Hause zu kommen. Da habe ich nach vielen Jahren doch gleich 60€ in das Notrad investiert.

    Passiert zwar nur alles 10 + x Jahre, aber auf 2 Stunden doof auf der A2 rumzustehen habe ich auch keinen Bock mehr 8)

  • Radio Eriwan sagt: Im Prinzip ja. :P


    Mal meine Milchmädchenrechnug:


    Bei einer Gesamtfahleistung von ca. 800.000km hatte ich bisher 5 kaputte Reifen. Bei den ersten gab es Tirefit noch nicht, aber es waren immer Nägel und schleichende Platten. Bei den letzten beiden hatte ich dann Tirefit. Die habe ich gar nicht abgedichtet, sonder nur mit dem Kompressor aufgepumpt und bin damit immer zur Werkstatt gekommen.


    Fazit: In allen meinen Fällen hat/hätte Tirefit bzw. nur der Kompressor gereicht. Vollwertige Ersatzräder habe ich in der Zeit wegen des Alters 4 Stück entsorgt (wenn ich mich richtig erinnere).


    Nur wenn man sich den Reifen wirklich aufschlitz, oder er platzt, dann ist man mit Tirefit am ....
    Allerdings kenne ich zwei Fälle von Reifenplatzern. Der geplatze Reifen hat dabei so viel beschädigt, dass es nicht ratsam gewesen wäre ohne Werkstattcheck damit zu fahren.


    Wenn man aufpumpen kann, ist es schneller und besser, als das Rad auf der Autobahn zu wechseln. Nur wenn aufpumpen nicht mehr geht, würde ich wechseln.


    Da ich aber nicht beides will, habe ich mich für Kompressor&Tirefit entschieden.

  • Das Reifendichtmittel muss auch gewechselt werden und kostet je nach Hersteller zwischen 50,- und 100,- €.

    Mit dem Notrad komme ich zudem auch tatsächlich nach Hause . Wenn auch langsam.

    Ich halte diese Diskussion eh für überflüssig. Ich bin Überzeugungstäter für Ersatzräder, andere eben für TireFit.

    Das Argument der Hersteller war ja eher das geringere Gewicht, kein Notrad mehr dazuzugeben.

    Ich fahre mit meinen Auto durch Europa, ob ich dann immer den passenden Händler und Reifen finde bezweifel ich doch stark.

    Selbst in meinem i10 liegt ein vollwertiges Reserverad. Wagenheber vom Schrottplatz, Radmutternschlüssel von ALDI. Allerdings den billigsten Neureifen auf die billigste gebrauchte Alufelge montieren lassen, da es bei Hyundai kein Reserverad ab Werk gibt. Hat alles 60,-€ gekostet. Soviel kostete anfangs das Notrad für den Puma, jetzt ja 100,-

    Wenn ich man nur durch D gurkt, sollte der eine oder andere darüber nachdenken.

  • Über das Reifendichtmittel im Auto habe ich mir noch nie Gedanken gemacht, aber richtig. Ich fahre im MTB auch Schlauchlos im MTB und die Dichtflüssigkeit (Stans) soll einmal im Jahr erneuert werden. Warum sollte es Beim Auto anders sein?

  • Ich halte diese Diskussion eh für überflüssig. Ich bin Überzeugungstäter für Ersatzräder, andere eben für TireFit.

    Interessante Einstellung. Du bist Überzeugungstäter, deswegen braucht der Rest sich hier gar nicht mehr über Vor- und Nachteile austauschen? 8|


    Wie Du meinem Kommentar oben entnehmen kannst, bin ich weder für das eine noch das andere "Überzeugungstäter".


    Ich mache trotzdem weiter und steuer nochmal einen Erfahrungsbericht bei, nach dem ja gefragt war. Habe mal einem Bekannten geholfen, der gar nix hatte. Bin für ihn zur Tankstelle und habe dort ein Reifenreparaturspray in der Druckluft-Dose gekauft. Wenn ich mich richtig erinnere, hat das Ding unter 20 EUR gekostet. Vorteil gegenüber der Kompressorlösung: Der Reifen wird in Nullkommanix auch aufgepumpt und hat wesentlich weniger Krach gemacht. Das Mittel ist in der Dose ca. 4 Jahre haltbar. Wiegen tut das auch so gut wie nix.


    Ein Reifenhändler hat mir gegenüber mal die Aussage gemacht, dass ein Reifen nicht mehr repariert werden kann, wenn man ihn mit Dichtmittel "versaut hat". Allerdings habe ich da auch gegenteilige Meinungen zu gehört. Vielleicht wollte der erste Händler lieber neue Reifen verkaufen, als die zu reparieren.

  • dino, schön, dass du meine Einstellung zur Diskussion kritisierst.

    Eigene Erfahrungen führen zu Einstellungen, in der Diskussionen überflüssig sind.

    Und wie ich schrieb, hast du ja selbst zitiert, bevorzugt der eine Ersatzräder und der andere das TireFit.

    Und ein Reifenhändler, der einmal mit Klebemitteln notreparierte Reifen in einen "funktionsfähigen" Zustand versetzt, macht es definitiv falsch.

    Es gibt sogar die Vorschrift, dass ein H-Reifen und höher, der mit einem Nagel bestückt war, nicht mehr repariert werden darf.

    Der Reifenhändler, der das macht, handelt verantwortungslos.

    Sollte sich in der Zwischenzeit diese Vorschrift in Luft aufgelöst haben, bitte ich um die Information.

  • Es gibt sogar die Vorschrift, dass ein H-Reifen und höher, der mit einem Nagel bestückt war, nicht mehr repariert werden darf

    Kannst du mal einen Link zu dieser Vorschrift einstellen, oder diese Vorschrift genauer benennen?


    Soweit mir bekannt, war und ist die Reparatur von Reifen mit einem höheren Geschwindigkeitsindex nicht

    verboten.

    Noch nicht einmal im §36 Absatz 5 der StVZO ( Link ) war eine Einschränkung der Reparatur durch Geschwindigkeitsindex,

    sondern nur die Art und weise des Vorgehens bei einer Reparatur geregelt.

    Der Absatz 5 dieses Gesetzes fiel dann in 2001 weg und wurde durch die "Richtlinie zur Instandsetzung von Luftreifen",

    kein Gesetz, ersetzt ( Link ).

    Auch diese Richtlinie sagt nichts über eine Beschränkung der Reparatur wegen Geschwindigkeitsindex aus, sondern da

    ist eben auch wieder nur die Art und Weise des Vorgehens bei einer Reparatur geregelt.

    Einmal editiert, zuletzt von El Toro ()

  • Dies ist in der „Richtlinie für die Instandsetzung von Luftreifen“ (Bundesverkehrsblatt Dokument B 3620) festgehalten. Diese Richtlinie stellt eine Erweiterung von § 36 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) dar und besagt unter anderem Folgendes:

    Hinsichtlich der Möglichkeit zur Reparatur des Reifenschadens entscheidet der Reifenfachbetrieb unter Berücksichtigung der Hinweise des Reifenherstellers.“

    In der Regel wird der Profi in einer Werkstatt der Reifenreparatur zustimmen, wenn folgende Voraussetzungen abgeklärt sind:

    1. Es handelt sich um einen relativ neuen Reifen.
    2. Der Schaden wurde entdeckt, kurz nachdem er entstanden ist.
    3. Nur bestimmte Flächen des Reifens wurden beschädigt, sonst entspricht das Rad den verkehrsrechtlichen Bestimmungen.

    Mit dieser Richtlinie ist eine Reparatur für mich faktisch ausgeschlossen. Wer es anders handhabt, spielt Glücksritter. Bei Höchstgeschwindigkeitsreifen wie beispielsweise solche mit dem Geschwindigkeitsindex V (bis zu 240 km/h), W (bis zu 270 km/h) und Y (bis zu 300 km/h) birgt eine Reifenreparatur ein sehr hohes Risiko. Es kann sein, dass die geflickten Löcher trotz Vulkanisieren den hohen Geschwindigkeiten nicht gewachsen sind und es dadurch zum Unfall kommt.

    Wenn der Reifenfachmann also sagt, es geht nicht, geht's nicht. Da brauche ich über eine Möglichkeit nicht zu diskutieren.

    Und wenn im Detail in der Richtlinie oder was weiß ich, steht, dass eine Reparatur von Reifen, die mit Dichtmittel gefüllt wurden, nicht mehr gemacht werden soll, ist es für mich eine klare Aussage es auch nicht machen zu lassen.

    Ich bleibe dabei und werde mich auch nicht weiter an dieser Diskussion beteiligen. Ich bin und bleibe Verfechter des Notrades.